
Interview in der Linth Zeitung vom 5. August 2026 von Fabio Wyss
Ich glaube nicht, dass sie das gross wahrnehmen werden. Wir führen die Traditionen weiter. Kleine Anpassungen hat es gegeben. Für die Gäste direkt spürbar dürfte die bargeldlose Bezahlung sein. Das Festgelände ist komplett bargeldlos.
Sie haben schon fünfmal das Seenachtfest als Bauchef mitorganisiert. Was hat sich nun für Sie als OK-Chef geändert?
Als ehemaliger Bauchef will ich eine geordnete Übergabe machen und unterstütze darum den Aufbau. Dazu gekommen sind ganz viele weitere Themen. Konkret hat zuletzt das Feuerwerk viele Ressourcen benötigt.
Warum ist aus Ihrer Sicht ein Feuerwerk am Seenachtfest von Rapperswil noch zeitgemäss?
Es handelt sich um eine Tradition. Das Wort zeitgemäss ist aber schwierig. Schaut man den Umweltschutz an, lässt sich sagen: Das Feuerwerk macht weniger als 1 Prozent von den CO2-Emissionen des Fests aus. Der Grossteil fällt auf die Anreise, das Essen und Trinken mit rund 70 Prozent der Emissionen. Mit Blick auf das Klima müsste, wenn schon, das ganze Fest infrage gestellt werden. Als Erfolgserlebnis dürfen wir aber erwähnen, dass mittlerweile kein Parkkonzept mehr nötig ist, weil die Anreise hauptsächlich mittels ÖV erfolgt. Dagegen ist das Feuerwerk für viele ein echtes Bedürfnis.
Wann können Sie für sich sagen, dass Ihnen diese Premiere als OK-Chef gelungen ist?
Zum ersten Mal, wenn es am Freitag um 17 Uhr losgeht – wenn wir parat sind und die Leute kommen. Zum zweiten Mal wird es dann wohl nach dem ersten Feuerwerk sein, wenn der erste Tag gemeistert ist. Am Sonntagabend folgt dann hoffentlich das grosse Finale, was dies anbelangt.
Erich Vogt freut sich auf das kommende Seenachtfest Rapperswil-Jona vom 7. bis 9. August 2026. (Foto: Fabio Wyss, Linth Zeitung)